Ja, es gibt sie die Selbstausbauer, die Jahre lang mit ihrem verwarzten Bulli durch die Gegend fahren. Es gibt sie auch, die Studenten, die einfach die halb zerfetzte Verkleidung an der Schiebetür hängen lassen und damit trotzdem einen schönen Campingurlaub haben können.
Es gibt aber auch zum Glück die Leute, die lieber ein paar Euro und ein paar Stunden investieren und dann Jahre lang etwas davon haben. Denen sei dieser Artikel hier gewidmet ;)
Ich selber habe einen VW Bus (T3) von der Telekom mit Hochdach. Hier hing bis vorgestern noch ein furchtbar mishandelter "Fetzen" an der Schiebetür, der überhaupt nicht mehr schön war. Auch wenn mein T3 immer ein "LKW" bleiben wird und nicht zum vollwertigen Campingbus umgebaut wird, so soll doch trotzdem die Möglichkeit bestehen, sich bei einem Wochenendausflug nach Dänemark, wohl zu fühlen.
Also musste die Schiebetür neu verkleidet werden.
Die bestehenden Löcher für die "Verkleidungsnuppsis" wurden mit M5 Blindnietmuttern versehen. Laut Beschreibung müssen für diese Nietmuttern eine Bohrungsgröße von 7,1mm hergestellt werden. Die originalen Löcher haben einen Durchmesser von 8mm. Es geht trotzdem!
Hier, eine kleine Ausschweifung zum Thema Blindnietmuttern zur Befestigung von Verkleidungsteilen:
Blindnietmutter auf die "Blindnietmutternzange" (in meinem Fall eine Gesipe GBM 10) schrauben, ansetzen, Zange zusammendrücken, fertig!
Kein Bohren, kein "Loch lackieren", einfach ansetzen, zudrücken, fertig. Schönes M5 Gewinde drin!
Natürlich hat alles auch seine schlechten Seiten. Es kann sein, dass aufgrund des zu großen Loches", die Blindnietmutter nicht zu 100,00% Prozent "bombig" sitzt. In diesem Falle ist es möglich, dass durch eine Schraube, welche durch eine nicht richtig gesetzte Bohrung in einem nachgebauten Verkleidungsteil, schief in die Blindnietmutter eingedreht wird, zu hohe Kräfte auf die Blindnietmutter ausgeübt werden, so dass diese plötzlich mitdreht.
DANN hat man ein Problem!
Man stelle sich folgendes Szenario vor:
- Blindnietmuttern eingesetzt
- Verkleidung angehalten
- Verkleidung festgeschraubt und EINE Nietmutter dreht durch..Das hat die Folge, dass man die Schraube, welche die Nietmutter zum Durchdrehen bewegt, auch nicht mehr rausdrehen kann, da die Nietmutter ja nun mal durchdreht... Also hat man eine Schraube aus der Verkleidung rausgucken, die nicht mehr rein und nicht mehr raus möchte.
Aufbohren ist auch nicht gerade der beste Weg, da man höchstwahrscheinlich abrutscht und die Verkleidung beschädigt.
Wahrscheinlich ist die beste Vorgehensweise die, dass man den Schraubenkopf "abdremelt", alle anderen Schrauben löst, dann die Verkleidung abnimmt, dann den herausragenden Teil der Schraube auch noch mal "abdremelt", und dann Die Schraube inkl. Blindnietmutter rausbohrt...
Ist es nun sicher, dass man die Verkleidungsteile der Bulli-Schiebetür, mit Hilfe von Blindnietmuttern und Schrauben befestigen möchte, so kann man die neue Schiebetürverkleidung anfertigen und natürlich auch dementsprechend mit passenden Bohrungen versehen.
Verwendet wurde eine 3mm dicke MDF Platte, Version "roh".
Eine alte, "halbe" Schiebetürverkleidung diente als Vorlagenhilfe:

Hier zu sehen, die mit Bleistift angekezichneten Schnittlinien:

Damit die Spanplatte an den Löchern nicht ausfranzt, muss von beiden Seiten gebohrt werden!:

Fertige, untere Schiebetürverkleidung:

Untere, neue Schiebetürverkleidung:

Hier, nun beide neuen Schiebetürverkleidungen. Das korrekte Anzeichnen der Bohrlöcher ist ohne Schablone/Vorlage, nahezu unmöglich!:

Habt ihr Fragen oder Probleme zum/mit diesem Beitrag dann geht auf forum.needsnowater.com,
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