Wie baue ich eine 12V Steckdose n einen VW-Käfer ein?
Eine 12V Steckdose im Käfer ist manchmal recht nützlich. Handyladegerät, Notebookladegerät, Kfz-Handlampen, Navigationsgerät u.v.m. kann man an einer 12V Steckdose nschließen.
Ziel ist es, eine 12V Steckdose in das hintere Fersenbrett unter der Rückbank auf der Fahrerseite einzubauen. In meinem Mex. habe ich Fersenbretter mit "perforierten" Löchern. In das Loch "oben rechts" wenn man von vorne schaut, soll eine Steckdose eingebaut werden.
Was brauch man dazu?
- 12V Steckdose (am besten verschießbar)
- 2 verschiedenfarbige Kabel (jeweils n knapper Meter min. 1,5mm²)
- 4 Flachstecker
- Crimpzange
- Sicherungshalter (rundes schwarzes Ding für Keramiksicherungen)
- 16A Keramiksicherung (P=U*I (Leistung ist Spannung mal Strom) 12V * 16A = 192W also eine ganze Menge! Mehr dazu ganz unten! suche "***"
- Kleinen Schlitzschraubendreher (für den Sicherungshalter)
- scharfes spitzes Messer
Zunächst baut man die Rücksitzbank aus (die Sitzfläche). Dazu zieht man kräftig aber vorsichtig an der Rückbank. Man kann eventuell auch versuchen, in der Nähe der Gurtrollen, die Bank nach oben zu drücken (merke, nicht ziehen ) um so zu verhindern, das der Stoff bzw. das Kunstleder an den Gurtrollen aufreißt. Hat man die Sitzbankfläche losbekommen, kann man auch einfacher das Fersenbrett herausnehmen.
Nun schneidet man vorsichtig das Plastik am oberen, rechten Loch aus. Hat man nun ein Loch im Fersenbrett, ist es zu spät um aufzuhören. Man muss jetzt auch weitermachen!
Jetzt guckt man ob die Einbausteckdose nun schon in das Loch passt. Das wird wahrscheinlich nicht der Fall sein, also macht man vorsichtig mit dem Messer, das Loch größer, bis die Steckdose ganz knapp hinein passt. Es ist darauf zu achten, dass der Plastiküberzug des Brettes nicht zu sehr misshandelt wird. Ist später die Steckdose eingebaut, soll der Plastiküberzug (welcher um das Loch herum "geht" komplett unter dem "Plastikring" der Steckdose klemmen! Man soll natürlich kein Holz durchgucken sehen!
Ist die Steckdose nun eingebaut, muss sie noch angeschlossen werden. Man kann nun den Minus"pol" der Steckdose mit dem Minuspol der Batterie verbinden, oder auf Masse (blankes Blech des Käfers) gehen. Ich persönlich habe das Minus-Kabel mit einem Ringkabelschuh an das Blech des "Lenkungsdeckels" geschraubt (keine optimale Lösung!).
Hat man nun das "Minus-Kabel" angeschlossen, kann man sich dem "Plus-Kabel" widmen. Das "Plus-Kabel" sollte natürlich eine andere Farbe als das "Minus-Kabel" haben. Ideal wäre:
rot = plus
schwarz = minus
Das "Plus-Kabel" habe ich mit einem Steckverbinder an die Batterieklemme des Pluspols meiner Batterie geklemmt. Nach knappen 10cm sollte der Sicherungshalter folgen.
Also 10cm Kabel,mit der einen Hälfte vom Sicherungshalter dann folgt die zweite Hälfte des Sicherungshalters mit den restlichen Zentimetern des Kabels (macht es nicht straff und kurz, aber auch nicht allzu lang )
Beim Sicherungshalter ist zu beachten:
Ihr habe einen Sicherungshalter für die kleinen Keramiksicherungen gekauft, (oder die zylinderförmigen Glassicherungen) der aus 2 Teilen besteht? Dann ist der kurze Zeil für die kurze Leitung und der lange Teil für die Lange Leitung.
Im langen Teil steckt beim Öffnen (Aufdrehen) des Halters, die Sicherung drin. Ist der Lange Teil an dem kürzerem Ende der Leitung, ist da beim Aufdrehen die Spannung "drauf".
Deswegen, kurzer Teil -> kurze Leitung. Der lange Leitungsteil ist auch der "flexible"; also kann man auch so beim Aufdrehen des Sicherunghalters darauf achten, dass der Sicherungseinsatz im langen Teil bleibt
ACHTUNG! Die Reihenfolge ist nicht ganz offensichtlich, habe ich beim Korrekturlesen gerade gesehen. Ist das Minuskabel angeschlossen, wird das Pluskabel am Plus"pol" der Steckdose angeschlossen. Ungefähr 10cm vor dem Pluspol der Batterie folgt der Sicherungshalter. Erst wenn alles verkabelt ist, wird das Pluskabel an die Batterie angeschlossen.
Natürlich wird erst die Steckdose komplett "verdrahtet" bevor es an die 12V der Autobatterie geht
Ich hoffe man kann meiner Anleitung folgen und ich habe nichts vergessen. Bei Fragen, keine Scheu, stellt diese bevor etwas passiert.
Wie immer KEINE Gewähr und Garantie auf die Richtigkeit meiner Angaben. Wer kein technisches Verständnis hat oder am Zweifeln ist, sollte solche Arbeiten nicht machen! In Kiel und Umgebung kann ich auch gerne mal mit helfender Hand unterstützen
Nochmal zu den "***":
Eine Autobatterie hat natürlich oft mehr als 12V. Bei voller Fahrt kann es auch mal 14,4V sein. Aber die Rechnung 14V * 16A = 224W ist gefährlich. Würde man einen Verbraucher von 220W anschließen, aber denn nur noch 12,4V haben so wäre man bei einem Strom von 17,7A. Theoretisch müsste da eine 16A Sicherung schon durchbrennen. Aber wie genau die arbeiten weiß ich nicht. Wollte nur vermeiden das jemand kommt und sagt "Wieso rechnest du mit 12V, manchmal haben wir auch mehr als 14V im Spannungsnetz des Autos!"
Habt ihr Fragen oder Probleme zum/mit diesem Beitrag, dann geht auf forum.needsnowater.com, unserem Forum für Käfer, Ente, Bulli, Trabant & Co..